Sevilla · 210 km

Sevilla mit dem Auto: Anfahrt, Parken und Ausflüge

Die andalusische Hauptstadt — Kathedrale, Real Alcázar und Plaza de España. Über die schnelle A-92 anreisen, einmal am Altstadtrand parken und das Zentrum komplett zu Fuß erkunden.

  • Die größte gotische Kathedrale der Welt und die Giralda
  • Real Alcázar — Königspalast mit Mudéjar-Höfen und Gärten
  • Plaza de España und der grüne María-Luisa-Park
  • Tapas-Touren durch das Barrio Santa Cruz und Triana
  • Mit dem Auto werden Córdoba, Carmona und Jerez zu leichten Abstechern

Anfahrt nach Sevilla mit dem Auto

Von Málaga und dem Flughafen sind es rund 210 km und etwa zweieinviertel Stunden: Nimm die A-45 nach Norden Richtung Antequera und dann die A-92 nach Westen bis Sevilla — eine schnelle, entspannte Schnellstraße durch hügeliges Ackerland. Von Marbella kannst du entweder zurück nach Málaga auf dieselbe Route, oder du machst einen Tag daraus: über die A-397 hinauf nach Ronda und weiter auf den ruhigen Landstraßen A-374 und A-375 quer durch die Sierra — langsamer, aber deutlich schöner. Von Cádiz oder Jerez bringt dich die Autobahn AP-4 direkt an den Südrand der Stadt.

Autofahren in Sevilla: das solltest du wissen

Sevillas historisches Zentrum ist die größte Altstadt Spaniens — und sie war nie für Autos gedacht: Die Gassen schrumpfen auf Lenkerbreite, viele sind Anwohnern vorbehalten, und um den Kern gilt eine kameraüberwachte Umweltzone (ZBE). Der vernünftige Plan ist simpel: Versuche gar nicht erst, in die Altstadt hineinzufahren. Steuere den Ring breiter Avenidas darum herum an, stell das Auto ab und behandle Sevilla als das, was es ist — eine Stadt zum Zufußgehen. Die Ringautobahn SE-30 verteilt den Verkehr um die Stadt, und die wichtigsten Parkhäuser sind gut ausgeschildert.

Wo man parkt

Einmal parken, Auto vergessen. Rund um die Altstadt liegen öffentliche Tiefgaragen, alle wenige Gehminuten von den Sehenswürdigkeiten entfernt: Plaza de Armas am Fluss auf der Westseite und die Garagen am Paseo de Colón bei der Stierkampfarena sind die Klassiker, weitere finden sich an der Plaza Nueva und am Prado de San Sebastián am Südrand. Sie sind kostenpflichtig, aber für eine Großstadt fair — und allemal günstiger als ein Bußgeld oder ein abgeschrammter Spiegel. Kostenloses Straßenparken gibt es realistisch nur außerhalb der SE-30; manche Hotels bieten eigene oder Partner-Garagen — beim Buchen prüfen. Merke dir außerdem, in welcher Garage du stehst, und mach ein Foto der Einfahrt: Die Gassen der Altstadt sehen sich am Abend alle verblüffend ähnlich, und das Bild erspart dir später die Suche.

Was man zu Fuß sieht

Beginne an der Kathedrale — der größten gotischen Kirche der Welt — und steig auf die Giralda, das Minarett, das zum Glockenturm wurde, über Rampen statt Treppen. Nebenan reiht der Real Alcázar Mudéjar-Höfe, Fliesensäle und üppige Gärten aneinander; in der Hochsaison lohnt der Ticketkauf im Voraus. Schlendere durch die nach Orangenblüten duftenden Gassen des Barrio Santa Cruz, dann weiter südwärts zur großen Kurve der Plaza de España mit ihren Keramik-Nischen im María-Luisa-Park. Über den Fluss nach Triana für Keramik und Tapas-Bars — und zum Abschluss der Sonnenuntergang vom hölzernen Steg der Setas de Sevilla, hoch über den Dächern der Stadt.

Die beste Reisezeit

Frühling und Herbst zeigen Sevilla von seiner besten Seite — warm, hell und wie gemacht fürs Flanieren. Die Semana Santa und die Feria de Abril sind spektakulär, aber die Stadt ist dann voll und die Parkhäuser füllen sich früh; wer dann kommt, sollte zeitig da sein. Juli und August meinen es ernst: Sevilla gehört zu den heißesten Städten Europas, nachmittags regelmäßig über 40 °C. Ist der Sommer dein einziges Zeitfenster, erledige die Sehenswürdigkeiten früh, gönn dir ein langes klimatisiertes Mittagessen und heb dir das Flussufer für den Abend auf — nachts lebt die Stadt wieder auf. Der Winter ist mild, ruhig und ein echter Geheimtipp.

Tagesausflüge, die das Auto möglich macht

Sevilla sitzt mitten im Straßennetz Westandalusiens und ist mit dem Auto eine hervorragende Basis. Córdoba mit seiner Mezquita liegt etwa anderthalb Stunden entfernt an der A-4. Carmona, ein honigfarbenes Städtchen hinter Stadtmauern, erreichst du in knapp 35 Minuten; die römischen Ruinen von Itálica liegen direkt vor der Stadt bei Santiponce. Richtung Süden sind die Sherry-Bodegas von Jerez und das Meer bei Cádiz rund eine Stunde über die AP-4 entfernt. Und wer zur Küste zurückfährt, macht mit der Route über Ronda aus der Rückfahrt nach Marbella ein eigenes Highlight.

Tagesausflug oder Übernachtung?

Sevilla funktioniert als langer Tagesausflug von der Costa del Sol: Um 8:00 Uhr losfahren, gegen 10:30 Uhr parken, und Kathedrale, Alcázar und ein ordentliches Mittagessen gehen sich aus, bevor du im Abendlicht über die A-92 zurückrollst. Aber die Stadt belohnt eine Übernachtung, wenn du sie einrichten kannst: Am späten Nachmittag leeren sich die Monumente, die Tapas-Bars kommen erst nach 21:00 Uhr richtig in Fahrt, und die beleuchtete, menschenleere Plaza de España ist die Hotelrechnung ganz allein wert. Wer bleibt, wählt eine Unterkunft mit eigenem Parkplatz oder Partner-Garage und rührt das Auto während des gesamten Aufenthalts nicht an — es gibt in dieser Stadt wirklich nichts, was das Auto besser könnte als deine Füße. Noch ein Hinweis für Fahrer: Die Zufahrten sind gut ausgeschildert, aber an Sonntagabenden staut sich der Rückreiseverkehr auf der A-92 Richtung Málaga, und rund um die großen Frühlingsfeste wird das Parken in der ganzen Stadt eng — reserviere nach Möglichkeit vorab eine Garage, komm früh an und betrachte die Fahrt selbst als entspannten Rahmen des Tages statt als Rennen.

Mietwagen für Sevilla

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Parken

Die Altstadt ist Umweltzone mit Anwohnerstraßen — nicht hineinfahren. Nutze die Tiefgaragen rund um das Zentrum, etwa Plaza de Armas oder am Paseo de Colón, und geh von dort zu Fuß.

Nächster Abholort

Málaga Airport — 210 km